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Siedler im Werksviertel-Mitte Kein Tag ist wie der andere – Hausmeister Schumi

Als man Mathias Schum, im Werksviertel-Mitte besser bekannt als „Schumi", die Stelle beschrieb, hieß es: „Hier ist kein Tag wie der andere." Treffender hätte man den Job kaum zusammenfassen können. Genau das ist es, was der 60-Jährige an seiner Arbeit liebt, die Abwechslung, die Vielfalt der Aufgaben und die Tatsache, dass er nicht den ganzen Tag an einem Schreibtisch sitzt.

v. l. n. r. Hausmeister Schumi zusammen mit seinem Kollegen Mike Meindl. Copyright: URKERN, Ivana Bilz

Sein Arbeitstag beginnt um 9 Uhr morgens mit einem Kaffee in seinem Thermobecher und endet gegen 17 Uhr. Was dazwischen passiert, ist alles andere als gewöhnlich. Mal ist er damit beschäftigt, Leuchtmittel in Treppenhäusern und Fluren auszutauschen, mal liefert er das Futter für die Blattschneiderameisen, die im Lehrklettersteig im WERK3 zu Hause sind, eines der ungewöhnlicheren Highlights seines Arbeitsalltags. Gemeinsam mit seinem Kollegen Mike Meindl kümmert er sich außerdem um den historischen Fuhrpark aus der Pfanni-Zeit, dazu gehören kleine Reparaturen, gelegentliche Fahrten in die Werkstatt, TÜV, oder einfach die liebevolle Pflege der alten Fahrzeuge. Renovierungsarbeiten und das Aufbauen von Möbeln gehören ebenso zu seinen Aufgaben. Wir könnten jetzt noch unzählige weitere Tätigkeiten aufzählen, Fakt ist: Langweilig wird es Schumi nie.

Das Stadtquartier am Münchner Ostbahnhof hatte der 60-Jährige, der ursprünglich aus Hessen kommt, schon länger auf dem Radar, durch einen Bekannten, der selbst in der Unternehmensfamilie arbeitet. Als er dann in der achten Ausgabe des WERKMagazin las, dass sein Vorgänger „Laumi“ bald in Rente gehen würde, und kurz darauf von seinem Bekannten den Hinweis bekam, dass ein neuer Hausmeister gesucht wird, zögerte er nicht lange. Er bewarb sich, mit Erfolg. Seit Mai 2025 ist Schumi Teil der Unternehmensfamilie. Dass er hier angekommen ist, passt irgendwie perfekt, denn Schumi war schon immer ein Lebenskünstler und das zeigt auch sein Lebenslauf: Sein Diplom machte er als Ingenieur für Flugbetriebstechnik, arbeitete dann als Vertriebsingenieur im Bereich Telekommunikation, und folgte parallel seiner Leidenschaft für die Schauspielerei, der er bis heute in kleineren Rollen treu geblieben ist. Ein echter Lebenskünstler eben.

Abseits der Bühne und der Arbeit zieht es Schumi raus in die Natur. Radeln und Wandern sind seine liebsten Freizeitaktivitäten. An Wochenenden führen ihn seine Wege oft Richtung Tutzing, Tegernsee oder Schliersee. Ein besonderer Geheimtipp liegt direkt an der Station Fischhausen/Neuhaus: eine alte Bahnhofsstation, die liebevoll zum italienischen Restaurant „La Stazione” umgebaut wurde. „Dort kann man alles essen, besonders die Sandwiches und der Wein sind einfach fantastisch!”, schwärmt er.

Auch im Viertel selbst hat Schumi seine festen Anlaufstellen. Wenn es schnell gehen muss, holt er sich einen Burrito bei Pure Burrito. Für ein ausgiebigeres Mittagessen zieht es ihn in das guatemaltekische Restaurant Guatemuc oder, wenn ihm der Sinn nach etwas Bayerischem steht, in die gemütliche Wirtschaft zum Riederstein. Den Feierabend lässt er am liebsten bei einem kühlen Bier in der Probierstube der vierteleigenen Brauerei Werksviertel Bräu ausklingen.

Und die Schauspielerei? Die lässt Schumi natürlich nicht los. Gerade erst trudelte eine neue Anfrage herein: Er soll einen Arzt spielen, sowohl lebendig als auch als Leiche. Natürlich hat er zugesagt. Denn was wäre ein echter Lebenskünstler ohne die eine oder andere Überraschung?

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