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T RÄUME. Leben rund um die Uhr 06 Uhr - MARIOS BANOS FEGT DURCH

Was macht einen Ort zu dem, was er ist? Anhand der Stunden eines Tages zeigt die Ausstellung T RÄUME 24 Porträts von Menschen, die mit ihrer persönlichen Geschichte und ihrem Wirken die Räume unseres Stadtquartiers nachhaltig prägen oder geprägt haben.

Marios Banos im Autospeicher (WERK17). T RÄUME - 24 Stunden im Werksviertel-Mitte. Eine Ausstellung zum 30-jährigen Jubläum der Werksviertel-Mitte Stiftung. Fotograf Julian Schulz Copyright: Julian Schulz

MARIOS BANOS FEGT DURCH

Der Tag von Marios Banos, den seine Kollegen alle nur Super Mario nennen, beginnt in der Regel in der Früh. Er arbeitet bei der Werksviertel Service GmbH. Dort kümmert er sich unter anderem darum, das Viertel aufzuräumen und sauber zu halten. Das Quartier erlebt der 38-jährige Grieche dabei als eine große Nachbarschaft. „Ich kenne hier fast jeden Ladenbesitzer.“

IM WERKSVIERTEL-MITTE SEIT: 2022

Als Marios Banos im Bewerbungsgespräch die Worte aus seinem Deutschkurs nicht mehr einfielen, rief er einfach seine Deutschlehrerin an.

Gemeinsam mit ihr fand er die Antwort auf die Frage, die ihm Mike Meier, Geschäftsführer der Werksviertel Service GmbH, zuvor gestellt hatte. Nachdem Marios Banos sich bedankt hatte und auflegen wollte, merkte seine Lehrerin an: „Es ist das erste Mal, dass ich Menschen in einem Bewerbungsgespräch so fröhlich erlebe.“

Marios Banos ist Grieche. Nach Deutschland führte ihn die Hoffnung auf eine verlässliche und stabile Lebensqualität. Die sich zum Glück erfüllte. Obwohl seine griechische Ausbildung zum Elektroinstallateur in Deutschland leider nicht anerkannt wurde. Aber Marios suchte sich einfach eine Arbeit in einem ähnlichen Umfeld und fand sie im Werksviertel. Mit seinen Kollegen, die ihn alle nur aus Spaß Super Mario nennen, kümmert er sich unter anderem darum, das Viertel aufzuräumen und sauber zu halten. Und zwar bis in jede Ecke, selbst im Untergeschoss des Autosaals. Marios Banos mag seine Arbeit. Er hat klare Aufgaben. Erledigt sie. Wenn man es möchte oder ein so entspanntes Gemüt wie Marios hat, kann Arbeit auch ganz unkompliziert sein.

Sein Arbeitstag beginnt um 6 Uhr. Das Quartier erlebt der 38-jährige Grieche dabei als eine große Nachbarschaft. „Ich kenne hier fast jeden Ladenbesitzer.“ Probleme werden im persönlichen Gespräch geklärt und aus der Welt geschafft. Als sein Vater vor ein paar Jahren zu Besuch war, führte Marios ihn überall im Werksviertel-Mitte herum. „Mein Vater ist ebenfalls Elektroinstallateur. Er wollte unbedingt wissen, wie so ein modernes Quartier funktioniert. Auch technisch.“ Sie fuhren gemeinsam Riesenrad. Besuchten das Fitzroy im Adina Hotel und genossen die Aussicht über München. Einfach nur wow.

FOTOGRAFIERT IM AUTOSAAL
Die Aufnahmen entstanden im dritten Untergeschoss des Autosaals. Der Platz, an dem seit 2020 das WERK17 eine Tiefgarage mit 323 Plätzen auf drei Ebenen beherbergt, wurde bereits seit 1977 als oberirdischer Parkplatz genutzt.

T RÄUME.

Eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Transformation eines Stadtquartiers.
Eine Ausstellung der Werksviertel-Mitte Stiftung zum 30-jährigen Stiftungsjubiläum.

Ort: whiteBOX, Werksviertel-Mitte, Atelierstraße 18

Vernissage: 14.10. · 18:00 Uhr

Lange Nacht der Museen: 17.10. · ab 18:00 Uhr

Ausstellungsdauer: 14.10. – 31.10.2026

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