ANGELIKA GRÜBEL SCHENKT EIN
Angelika Grübel kam vor 11 Jahren als Assistentin der Geschäftsführung ins Werksviertel. Ihr Arbeitsschwerpunkt damals: die Vermietung, das Parkmanagement sowie die Energiewirtschaft. Ihr Arbeitsschwerpunkt heute: das Werksviertel Bräu. 2022 nahm die vierteleigene Brauerei im WERK3 ihren Betrieb auf. Und Angelika Grübel ist sich sicher: Die Brauerei wird nicht ihr letztes Abenteuer hier im Viertel gewesen sein.
IM WERKSVIERTEL-MITTE SEIT: 2015
Angelika Grübel hat in unterschiedlichen Branchen gearbeitet. Dass sie einmal in einer Brauerei arbeiten würde, hatte sie so nicht erwartet. Doch als es 2022 passierte, hat es sie auch nicht wirklich überrascht. Schließlich ist der Ort, an dem sie zu arbeiten begann, immer für eine Überraschung gut. 2015 bewarb sie sich als Assistentin der Geschäftsführung im Werksviertel-Mitte und hat den spannenden Wandel des Areals mit seiner Vielfältigkeit täglich aufs Neue entdeckt. Trotz mehr als 30 Jahren Berufserfahrung hat Angelika 2014 nebenberuflich die Ausbildung zur Wirtschaftsfachwirtin absolviert. Als es 2022 hieß, die Brauerei im Werksviertel mit aufzubauen, hat sie sich eben in das neue Thema eingelernt. „Ich werde jetzt zwar keine Brauerin mehr, habe aber die Möglichkeit, einen interessanten und sehr vielfältigen Bereich kennenzulernen. Der Facettenreichtum des Braugewerbes ist großartig.“ Aber sie kümmert sich auch, wenn Not am Mann ist, um den Ausschank, organisiert die Führungen durch die Brauerei, bearbeitet die Anfragen von Biersammlern aus aller Welt, die das Werksviertel Bräu mit detektivischem Gespür entdeckt haben, und packt mit an, wo eine Hand gebraucht wird.
„Es ist immer wieder schön zu erleben, wie sich die Leute freuen, wenn man ihnen die Geschichte des Viertels erzählt.“ Dass hier mal Kartoffelknödel produziert wurden. Und dass eben nicht alles einfach abgerissen wurde. Dort, wo heute ein wunderbar süffiges Bier gebraut wird, befanden sich früher Verpackung und Logistik der Knödelfabrik. „Hinten an der Rampe wurden dann die LKWs mit den Pfanni-Produkten beladen.“
Nur ein paar Jahre hat Angelika Grübel noch bis zur Rente. Was glaubt sie: Wird die Brauerei ihr letztes „Abenteuer“ im Werksviertel sein? Oder wird sie in den kommenden Jahren sogar noch einmal ein neues Projekt anpacken? „Ach, da bin ich fast sicher, dass da noch etwas kommt!“, sagt die heute 60-Jährige. Und würde sich sogar darüber freuen. „Das Werksviertel ist und bleibt für mich einfach eine riesige Wundertüte.“
FOTOGRAFIERT IM WERK3
Im WERK3 befanden sich früher die Mischerei, die Abfüllerei und die Verpackung der Kartoffelfertigprodukte. Heute wird dort Bier abgefüllt und ausgeliefert. Seit 2022 wird im WERK3 das Werksviertel Bräu auf engstem Raum gebraut. Ein Teil der Brauanlage steht dabei direkt im Probierstüberl. Zum anderen Teil mit Maischbottich und den Gärtanks im Untergeschoss geht es über eine Treppe hinter der Theke.
T RÄUME.
Eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Transformation eines Stadtquartiers. Eine Ausstellung der Werksviertel-Mitte Stiftung zum 30-jährigen Stiftungsjubiläum.
Ort: whiteBOX, Werksviertel-Mitte, Atelierstraße 18
Vernissage: 14.10. · 18:00 Uhr
Lange Nacht der Museen: 17.10. · ab 18:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 14.10. – 31.10.2026