CLAUDIA TAUSEND ÜBERNIMMT VERANTWORTUNG
Claudia Tausend unterstützte die Entwicklung des Werksviertel-Mitte als Mitglied des Planungsausschusses sowie als Mitglied im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung, Bauausschuss und Finanzausschuss der Stadt München. Sie findet, dass Stadtplanung dynamischer und ortsspezifischer erfolgen sollte, statt in einem 08/15-Rasterdenken.
DEM WERKSVIERTEL VERBUNDEN SEIT: 2010
Die Sache mit dem Werksviertel-Mitte hätte auch schiefgehen können. Claudia Tausend sitzt damals im Planungsausschuss der Stadt München, als sie die ersten Pläne der Bauleitplanung für das Areal rund um den Ostbahnhof sieht. „Das war die klassische Randbebauung. Mit einem großen Park in der Mitte. Und ein paar Arbeitsplätze waren vorgesehen. Absolut 08/15. Ohne Rücksicht auf die Identität oder die Historie des Pfanni-Areals.“ Wäre das Viertel tatsächlich so gebaut worden, stünde heute am Ostbahnhof ein weiteres gesichts- und austauschbares Neubauviertel. Dabei hat der Bauherr, die OTEC als Pfanni-Nachfolgerin, eigentlich ganz andere Pläne für ein durchmischtes, lebendiges Viertel. Sie will keine schnelle Investorennummer, sondern das Areal als Bestandshalter entwickeln. Stück für Stück. Über einen Zeitraum von 20 Jahren.
Claudia Tausend kennt diese Pläne und unterstützt sie. Zwei Jahre lang hilft sie dabei, Überzeugungsarbeit zu leisten und die notwendigen Zugeständnisse durchzusetzen, die das Werksviertel-Mitte in seiner heutigen Form möglich gemacht haben. „Ich habe mich damals auch an einen Rat erinnert, den ich von der Münchner Stadtbaurätin Christiane Thalgott gehört habe. Sie empfahl, bei der Stadtentwicklung vor allem mit regionalen Entwicklern zusammenzuarbeiten.“ Mit Menschen, die mit der Stadt wirtschaftlich und emotional verbunden sind. Im Werksviertel-Mitte ist das durch die Familie Eckart der Fall. Doch nicht nur der Rat von Christiane Thalgott beeinflusst Claudia Tausend. „Ich finde, dass wir in der Stadtentwicklung viel zu oft ein Einheitsraster über die Planung laufen lassen, anstatt so wie im Werksviertel wirklich zu schauen, was ein Ort braucht und verträgt.“
Wenn Claudia Tausend heute durch das Werksviertel geht, freut sie sich. „Weil hier eine Entwicklung ermöglicht wurde, die wir Politiker uns so gar nicht hätten ausdenken können. Wir brauchen in der Stadtgesellschaft dieses privatwirtschaftliche Engagement, damit auch in München solche Leuchttürme wie das Werksviertel entstehen können.“
Es freut Claudia Tausend aber auch, dass sie im Werksviertel endlich die Früchte ihrer Arbeit sehen kann. Als das WERK3, der erste große Baustein des Werksviertel-Mitte, 2016 fertiggestellt wird, sitzt Claudia Tausend schon gar nicht mehr im Münchner Stadtrat, sondern im Deutschen Bundestag. Auch dort wirbt sie für eine mutigere und dynamischere Stadtplanung. „Schöne Geschichten im Exposé können alle Projektentwickler und Planer erzählen. Viel wichtiger aber ist es, diese Geschichten in den Alltag zu übersetzen und zu leben.“
FOTOGRAFIERT IM WERK3
Zu den Besonderheiten des WERK3 gehört auch das Dach. Dort befindet sich heute eine 2.500 m² große Stadtalm. Die begrünte Fläche wird dabei landwirtschaftlich bewirtschaftet, unter anderem mit einer Schafzucht und einer Imkerei. Obst und Gemüse werden hier ebenfalls angebaut. Auf der Stadtalm ist die Almschule zu Hause, ein nachhaltiges Bildungsprojekt für Kinder und Jugendliche.
T RÄUME.
Eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Transformation eines Stadtquartiers. Eine Ausstellung der Werksviertel-Mitte Stiftung zum 30-jährigen Stiftungsjubiläum.
Ort: whiteBOX, Werksviertel-Mitte, Atelierstraße 18
Vernissage: 14.10. · 18:00 Uhr
Lange Nacht der Museen: 17.10. · ab 18:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 14.10. – 31.10.2026