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T RÄUME. Leben rund um die Uhr 15 Uhr - ALEXANDER LINDNER BEWEGT MENSCHEN

Was macht einen Ort zu dem, was er ist? Anhand der Stunden eines Tages zeigt die Ausstellung T RÄUME 24 Porträts von Menschen, die mit ihrer persönlichen Geschichte und ihrem Wirken die Räume unseres Stadtquartiers nachhaltig prägen oder geprägt haben.

Alexander Lindner im ECKhaus. T RÄUME - 24 Stunden im Werksviertel-Mitte. Eine Ausstellung zum 30-jährigen Jubläum der Werksviertel-Mitte Stiftung. Fotograf Julian Schulz Copyright: Julian Schulz

ALEXANDER LINDNER BEWEGT MENSCHEN

Zwei abgebrochene Studiengänge und ein liebevoll-energisches Ultimatum seines Vaters haben dafür gesorgt, dass Alexander Lindner Teil des Werksviertel-Mitte wurde. Mit seiner Autovermietung im ECKhaus sorgt er seit mehr als zehn Jahren dafür, dass Menschen mobil bleiben und ihre Ziele erreichen können.

IM WERKSVIERTEL-MITTE SEIT: 2015

Es gibt Ideen, die so ungewöhnlich sind, dass sie erst einmal ungehört verhallen. Der Vater von Alexander Lindner hatte Anfang der 1980er-Jahre eine solche. Er betrieb in der Grafinger Straße eine Tankstelle, zu der auch ein kleiner Parkplatz gehörte, der jedoch kaum besetzt war. Ließe sich dieser Platz nicht vielleicht besser nutzen? Lindner Senior dachte sich: Ja! Und schrieb daraufhin Briefe an Autovermietungen. „Da kam erst mal gar keine Antwort“, erinnert sich Alexander Lindner. Das Agenturmodell, wie es heute überall verbreitet ist, steckte damals noch in den Kinderschuhen. Doch der Senior ließ sich vom Schweigen nicht entmutigen und schrieb einen zweiten Brief. Diesmal mit Erfolg. Der Autovermieter Avis zeigte Interesse, und schon bald hatte der Familienbetrieb neben der Tankstelle ein zweites Standbein.

Zum Glück, denn die Tankstelle von damals gibt es heute nicht mehr. Die Autovermietung dagegen schon. Als 2015 der alte Standort im Zuge der Quartiersentwicklung aufgegeben werden musste, war es für die Lindners fast schon beschlossene Sache, nach Trudering zu gehen. Doch dann landet eine Mail von der Werksviertel Immobilien Verwaltung im Postfach, ob man nicht im Viertel bleiben wolle. Schließlich gehört das Car-Sharing – nichts anderes ist eine Autovermietung im Grunde – zu jedem modernen Mobilitätskonzept einer zeitgemäßen Quartiersentwicklung. Die Lindners mussten nicht lange überlegen. Klar wollten sie bleiben.

Welche Autovermietung hätte nicht gerne direkt am Ostbahnhof, dem drittgrößten Bahnhof in Bayern, ein Büro und Stellplätze? Allerdings war das Werksviertel-Mitte damals vor allem eines: Baustelle. „Als wir 2015 ins ECKhaus gezogen sind, war das WERK3 noch nicht fertig“, erinnert sich Alexander Lindner. „Damals hatten wir unsere Stellplätze auf dem Platz, wo sich heute das Gambino Hotel befindet.“ Dort stehen die Autos von Alexander Lindner immer noch. Allerdings einige Etagen tiefer, im Autosaal, einer von zwei Tiefgaragen des Werksviertel-Mitte. Auch Alexander Lindners Lieblingsmittagslokale – das Guatemuc und das Khanittha – gab es damals noch nicht. Stadtentwicklung passiert nun einmal nicht von heute auf morgen. Sie ist ein Marathon. Aber welches Leben ist das nicht?

Alexander Lindner selbst hat einige Jahre gebraucht, um mit dem Familienbetrieb wirklich warm zu werden. Vor einiger Zeit ging nun jedoch sein Vater in Rente. „Am Anfang fiel es ihm schwer loszulassen.“ Jetzt schaut er nur noch einmal im Monat vorbei, um nach dem Rechten zu sehen. Und was sich Neues im Viertel getan hat.

FOTOGRAFIERT IM ECKHAUS
Der 1985 begonnene Büroneubau war die einstige Firmenzentrale von Pfanni. Es ist nicht nur die Heimat von zahlreichen Firmen der Unternehmensgruppe Werksviertel-Mitte, sondern auch für viele Siedler, die seit langer Zeit die Transformation des Viertels mitgestaltet haben. Seit 2015 sorgt zum Beispiel die Familie Lindner mit ihrer Autovermietung im EG des ECKhauses dafür, dass Menschen mobil sind. Zuvor betrieb die Familie jahrzehntelang eine Tankstelle in der Grafinger Straße, die es heute nicht mehr gibt.

T RÄUME.

Eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Transformation eines Stadtquartiers.
Eine Ausstellung der Werksviertel-Mitte Stiftung zum 30-jährigen Stiftungsjubiläum.

Ort: whiteBOX, Werksviertel-Mitte, Atelierstraße 18

Vernissage: 14.10. · 18:00 Uhr

Lange Nacht der Museen: 17.10. · ab 18:00 Uhr

Ausstellungsdauer: 14.10. – 31.10.2026

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